Eislaufen und Eishockey wurden in Silz so richtig populär, als anfangs der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts ′das Radio ins Dorf kam′ und Österreichische Mannschaften (Fußball: Wunderteam, Eishockey: Nationalmannschaft) und Sportler (Eiskunstlauf: Karl Schäfer) die großen Idole der Jugend wurden. Die Gründung des Sportvereines Silz erfolgte im Jahre 1931, die offizielle Anmeldung nach dem Vereinsgesetzt wurde am 7. Juli 1932 durchgeführt. Der Verein gliederte sich damals in vier Sektionen: Bergsteigen, Schilauf, Fußball und Eishockey.Das erste Eishockeymatch einer Silzer Mannschaft endete am 26. Dezember 1932 mit einer 1:15 Niederlage gegen Kitzbühel. Den ersten Sieg der jungen Silzer Mannschaft gab es im Jänner 1934 mit 4:1 gegen Landeck; in diesem Jahr gelang auch die Revanche für die erste Niederlage, Kitzbühel wurde mit einem 8:1 Packerl auf die Heimreise ins Unterland geschickt! Aus diesem Jahr ist übrigens auch der "erste Silzer Torschützenkönig" überliefert: Fritz Waldegger mit 19 Treffern. In der Saison 1954/55 begann die "goldene Epoche" des Silzer Eishockeysports: Meistertitel in der Landesliga/Gruppe West, gute Ergebnisse beim international besetzten Silzer Neujahrsturnier und dritte Europa-Tournee! Auch in der darauf folgenden Saison wurden Auslandsspiele organisiert, man spielte in Bozen, Genua, Marseilles, Chamonix, Genf und Zürich. In Spanien konnten die Silzer nach Siegen über Femsa Madrid und Nurmia den Martorell-Pokal gewinnen. Die späten Fünfzigerjahen Jahre gehörten dem Team um den Waldegger Brüdern, Günter Westerthaler und Bruno Guggi, welche 1957 den Tiroler Jugend-Meistertitel holten. 1992 brachte das Duo Althaller & Ortner mit dem Projekt Kunsteisanlage neuen Schwung in die Sektion. Sie erstellen in kürzester Zeit ein realisierbares Finanzierungskonzept, Gemeinde (Max Heinz und Arnold Hirn) und Land Tirol (LH Weingartner) zogen mit. Beim ersten Meisterschaftsspiel in der Silzer Eis-Arena feierten 1.000 Zuschauer enthusiastisch den ersten Heimsieg. Die Formkurve der Bulls zeigte fortan steil nach oben und gipfelte 1996/97 im 3. Platz der 2. Division. Silz erreichte in dieser Saison das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte und zählte zu 7 besten Eishockeyvereinen Österreiches.In der Folge legte der Vorstand um Althaller&Ortner 1998 auf Grund politischer Interventionen seine Funktionen nieder und übernahm zunächst Karl Heinz als Obmann die Sektion. In seiner Ära konnten die Bullen in der Regionalliga West für Furore sorgen. Im Jahr 2001 übernahm Ferdi Grüner als Obmann die Sektion und verjüngte die Kampfmannschaft, was sich mit Meistertiteln in der Regionalliga niederschlug. 2004 legte Grüner seine Funktion nieder, mit ihm der restliche Vorstand. Präsident Max Heinz bemühte sich, den angeschlagenen Verein wieder aufzustellen und fand mit Erwin Althaller einen engagierten Mitstreiter. Schon nach kurzer Zeit konnte ein motivierter Vorstand unter Obmann Dietmar Neurauter zusammengestellt werden. Die Zielsetzung lautete: Volle Kraft in die Nachwuchsarbeit. Althaller übernahm den Bereich Nachwuchs und versuchte, die Qualität in der Nachwuchsarbeit durch die Verpflichtung ausgebildeter Trainer zu heben. Erste Früchte dieser intensiven Bemühungen konnten bereits 2005/06 geerntet werden, die U12 wurde sensationell Vizemeister in der Tiroler Landesliga. Für die Saison 2007/08 konnte ein hervorragendes Trainerteam engagiert werden. Neben Stefan Stern als Nachwuchscheftrainer standen erstmals weitere 3 Lizenttrainer zur Verfügung. Auch im Bereich der Kampfmannschaft setzte man auf den eigenen Nachwuchs, immerhin waren in dieser Saison erstmals 2/3 der Mannschaft aus Einheimischen rekrutiert. Das Vorstandsteam um Neurauter (Karl Heinz, Hannes Hellrigl und Erwin Althaller) wollten dem Eishockeysport in Silz zu neuen Höhenflügen verhelfen und die Silzer Eisarena wieder zu einem Hexenkessel verwandeln. Nach einer sportlich lauen Saison im Kampfmannschaftsbereich, konnte bereits ein Jahr später wieder der Einzug ins Halbfinale bejubelt werden. Trotz starker Leistung gegen den späteren Vizemeister Wattens sollte es für den Finaleinzug nicht reichen. In der Saison 2009/10 war es dann endlich soweit. Ein schöneres Finale, als gegen den EC Zirl konnten sich die Bullen nicht wünschen. In 5 Spielen musste man sich letztlich gegen die Übermacht aus Zirl geschlagen geben, trotzdem freute man sich im Silzer Lager sehr über den Vizemeistertitel.